Ein Wasserspeichergranulat ist ein Granulat, das Wasser aufnimmt, zu einem Gel quillt und es bei Trockenheit wieder an die Pflanzenwurzel abgibt. In der Landwirtschaft wird es in den Wurzelraum eingearbeitet. PowerGelee von GeleeVital kombiniert das Granulat mit hochwertigen aktiven Bodenhilfsstoffen und wird nach der Bodenanalyse des Betriebs gemischt.
Was ist ein Wasserspeichergranulat?
Geschrieben wird es auch Wasserspeicher-Granulat oder Wasserspeicher Granulat. Trocken sieht es aus wie grobes Salz. Kommt Wasser dazu, quillt jedes Korn zu einem Gel auf. Der reine Wasserspeicher in PowerGelee nimmt bis zum 380-Fachen seines Eigengewichts an Wasser auf, gemessen in reinem Wasser. Im Boden ist es weniger, weil gelöste Salze die Quellung bremsen.
Gebraucht wird das, weil der Regen ungleichmäßiger fällt: wochenlang nichts, dann viel in kurzer Zeit. Viele Kulturen brauchen ihr Wasser aber genau in den trockenen Wochen. Mais zum Beispiel hat den höchsten Bedarf rund um die Blüte, meist im Juli und August. Ein Boden, der wenig speichert, verliert dann doppelt: In der Trockenphase fehlt das Wasser an der Wurzel, beim Starkregen versickert es und nimmt gelöste Nährstoffe mit.
Was ein Wasserspeichergranulat im Boden macht
Das Granulat liegt direkt im Wurzelbereich. Regnet es oder wird bewässert, füllt es sich. Wird es trocken, holt sich die Wurzel das Wasser aus dem Gel. Mit dem Wasser bleiben auch gelöste Nährstoffe im Wurzelraum, es wird weniger ausgewaschen.
PowerGelee enthält zusätzlich hochwertige aktive Bodenhilfsstoffe. Sie richten sich nach deiner Bodenanalyse und ergänzen, was dem Boden fehlt. Sie verbessern die Bodenstruktur und bauen ausgelaugte Böden über mehrere Jahre wieder auf.
PowerGelee hat eine Halbwertszeit von rund 5 Jahren. Du bringst es also nicht jedes Jahr neu aus. Der Nutzen verteilt sich über mehrere Kulturen und Fruchtfolgen.
Für welche Kulturen eignet sich Wasserspeichergranulat?
PowerGelee eignet sich im Prinzip für alle konventionellen Kulturen. Unsere Kunden setzen es in diesen Bereichen ein:
- Ackerbau: Mais, Zuckerrüben
- Gemüsebau: Kürbis, Zucchini
- Sonderkulturen: Spargel, Erdbeeren, auch im Folientunnel
- Obstbau: Kirschen, Äpfel
- Weinbau: Reben und Rebschulen. Für neu oder nachgepflanzte Jungreben gibt es VitalYouth.
Für Gartenbau, Zierpflanzen und Grünflächen gibt es VitalFlower. Zu den Produkten
Ausbringung und Menge
Das Granulat wirkt nur dort, wo die Wurzel hinkommt. Es gehört deshalb in den Wurzelbereich und wird nicht oberflächlich gestreut. Je nach Kultur und Technik geht das so:
- mit der Sämaschine als Reihenapplikation zur Saat
- mit Kreiselegge und Säeinheit beim Säen
- mit der Folienlegemaschine beim Pflanzen, direkt unter die Folie
- mit dem Streuer und anschließendem Unterpflügen oder Untergrubbern
- mit der GeleeVital-Maschine in Dauerkulturen, Reben, Bäumen und Spargel
Zur Menge: Im Schnitt sind es ungefähr 150 kg PowerGelee pro Hektar. Was dein Schlag braucht, hängt von Bodenanalyse, Bodenart, Kultur und Ausbringung ab. Die Menge steht im Angebot, das wir auf Basis deines Laborberichts erstellen.
Feldvergleich: mit und ohne PowerGelee
Mais: Beide Äcker liegen direkt nebeneinander. Links 75 kg PowerGelee in Reihenapplikation, rechts ohne. Das Foto stammt vom Feld und ist unbearbeitet. Zieh den Regler.
mit 75 kg PowerGeleeohne
Bei Erdbeeren waren es im Schnitt ca. 30 % mehr Fruchtansätze, auch in der Tunnelapplikation. Alle Feldvergleiche: Kürbis, Zuckerrüben, Erdbeeren, Mais · Kundenstimmen
Was ein Wasserspeichergranulat nicht kann
- Es ersetzt weder Regen noch Bewässerung. Es speichert nur, was ankommt.
- Es ist kein Dünger. Die Düngung bleibt. Solange PowerGelee im Boden wirkt, kannst du aber ca. 30 % weniger düngen als bisher. Ein Muss ist das nicht, du kannst auch weiter düngen wie gewohnt. Gekalkt wird weiterhin.
- Es löst keine Verdichtung. Eine Pflugsohle muss vorher aufgebrochen sein.
- Eine Ertragsgarantie geben wir nicht.
Wenn dir ein Laborbericht deiner Bodenprobe vorliegt, kannst du ihn bei uns hochladen. Wir sagen dir unverbindlich, ob und in welcher Mischung PowerGelee zu deinem Boden passt.
Wir liefern nach Deutschland, Frankreich, Österreich und in die Schweiz, in weitere Länder auf Anfrage.
Häufige Fragen zu Wasserspeichergranulat
Wie viel Wasserspeichergranulat braucht man pro Hektar?
Bei PowerGelee sind es im Schnitt ungefähr 150 kg pro Hektar. Die genaue Menge hängt von Bodenanalyse, Bodenart, Kultur und Ausbringung ab und steht im Angebot. In unserem Feldvergleich im Mais waren es 75 kg in Reihenapplikation.
Wie lange hält ein Wasserspeichergranulat im Boden?
PowerGelee hat eine Halbwertszeit von ca. 5 Jahren. Rund 5 Jahre nach dem Einarbeiten ist also noch etwa die Hälfte im Boden wirksam. Es baut sich nach und nach ab und muss nicht jedes Jahr neu ausgebracht werden.
Für welche Kulturen eignet sich Wasserspeichergranulat?
PowerGelee eignet sich im Prinzip für alle konventionellen Kulturen: Ackerbau, Gemüsebau, Sonderkulturen, Obst- und Weinbau. Unsere Kunden setzen es unter anderem bei Mais, Zuckerrüben, Kürbis, Zucchini, Spargel, Erdbeeren, Kirschen und Äpfeln ein, auch im Folientunnel.
Auf welchen Böden bringt Wasserspeichergranulat am meisten?
Auf leichten, durchlässigen Böden mit wenig Humus. Sand und sandiger Lehm halten von sich aus wenig Wasser. Auf verdichteten Böden muss zuerst die Verdichtung weg, sonst kommt die Wurzel nicht an den Speicher.
Darf Wasserspeichergranulat im Ökolandbau eingesetzt werden?
PowerGelee nicht. Es ist ausschließlich für die konventionelle Landwirtschaft konzipiert.
Aktuelle Daten zur Bodenfeuchte
Wie trocken der Boden in deiner Region gerade ist, zeigen zwei öffentliche Dienste:
- Dürremonitor Deutschland, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ): Dürrezustand im Oberboden und im Gesamtboden, täglich aktualisiert
- Bodenfeuchteviewer, Deutscher Wetterdienst (DWD): Bodenfeuchte nach Kultur, Bodenart und Tiefe
