GeleeVital
Bodenprobe einreichen

Wasserspeicherung in der Landwirtschaft: 6 Wege, Wasser im Boden zu halten

Humus, Mulch, weniger Bodenbearbeitung, Bewässerung, mineralische Speicher und Wasserspeichergranulat: was jede Maßnahme leistet, wie lange sie wirkt und zu welchem Boden sie passt.

Von Heiko ErnstVeröffentlicht:

Wasserspeicherung in der Landwirtschaft heißt: Regen und Bewässerungswasser so im Boden halten, dass die Pflanze es in Trockenphasen noch erreicht. Dafür gibt es sechs gängige Wege. Sie schließen sich nicht aus, die meisten Betriebe kombinieren mehrere.

Warum Wasserspeicherung im Boden drängt

Die Niederschläge fallen ungleichmäßiger: wochenlange Trockenheit, dann Starkregen in kurzer Zeit. Ein Boden, der wenig speichert, verliert in beiden Fällen. In der Trockenphase fehlt das Wasser an der Wurzel. Beim Starkregen läuft es oberflächlich ab oder versickert und nimmt Nitrat und andere gelöste Nährstoffe mit.

Wie viel Wasser ein Boden hält, hängt von Bodenart, Humusgehalt und Struktur ab. Sand speichert wenig, Lehm und Schluff mehr. Die Bodenart lässt sich nicht ändern, Humus, Struktur und zusätzliche Speicher schon.

Sechs Wege im Vergleich

MaßnahmeWirkt nachHältPasst zu
Humus aufbauenJahredauerhaftalle Böden, besonders leichte
Mulch und Zwischenfrüchtesofort bis eine Saisonsolange der Boden bedeckt istalle Kulturen mit passender Fruchtfolge
Weniger Bodenbearbeitungeine bis mehrere Saisonssolange das Verfahren bleibtAckerbau ohne Verdichtungen
Tropfbewässerungsofortje GabeSonderkulturen, Gemüse, Obst, Wein
Ton, Siliciumgranulat, Pflanzenkohleeine Saisonviele Jahreleichte, nährstoffarme Böden
Wasserspeichergranulatab dem ersten Regenrund 5 Jahre Halbwertszeitkonventioneller Anbau, Einbringung in den Wurzelraum

Humus aufbauen

Humus ist der Wasserspeicher, den der Boden selbst mitbringt. Er hält Wasser wie ein Schwamm und verbessert gleichzeitig die Krümelstruktur. Aufgebaut wird er über Erntereste, Zwischenfrüchte, Mist und Kompost. Das wirkt dauerhaft, braucht aber Jahre. Schneller geht es mit Dauerhumus, der direkt in den Wurzelraum eingearbeitet wird, wie er in jeder PowerGelee-Mischung steckt. Auf leichten, sandigen Böden baut sich Humus schneller wieder ab als auf schweren.

Boden bedeckt halten: Mulch und Zwischenfrüchte

Offener Boden verliert Wasser über Verdunstung und verschlämmt bei Starkregen. Eine Mulchschicht oder ein Zwischenfruchtbestand schützt die Oberfläche, lässt Regen besser einsickern und liefert organische Substanz. Die Zwischenfrucht verbraucht selbst Wasser. In trockenen Lagen kommt es deshalb auf Art und Umbruchtermin an.

Weniger Bodenbearbeitung

Jeder Arbeitsgang, der den Boden wendet oder lockert, kostet Wasser. Mulchsaat und Direktsaat lassen Erntereste an der Oberfläche und erhalten die Poren, durch die Regen einsickert. Voraussetzung ist ein Boden ohne Verdichtungen. Eine Pflugsohle oder Fahrspuren halten Wasser oben und Wurzeln aus dem Unterboden fern.

Bewässerung gezielt einsetzen

Tropfbewässerung bringt Wasser direkt an die Wurzel und verliert wenig durch Verdunstung. Sie lohnt sich vor allem in Sonderkulturen, im Gemüse-, Obst- und Weinbau. Im Ackerbau begrenzen Kosten, Wasserrechte und Entnahmemengen den Einsatz. Je besser der Boden Wasser hält, desto länger reicht jede Gabe.

Mineralische Speicher: Ton, Siliciumgranulat, Pflanzenkohle

Tonminerale, Siliciumgranulat und Pflanzenkohle haben eine große innere Oberfläche. Sie binden Wasser und Nährstoffe und geben sie wieder ab. Sie bleiben lange im Boden. Die Wirkung hängt von Herkunft, Körnung und Aufwandmenge ab, und bei Pflanzenkohle zusätzlich davon, ob sie vor dem Ausbringen mit Nährstoffen beladen wurde.

Wasserspeichergranulat im Wurzelraum

Ein Wasserspeichergranulat quillt bei Regen oder Bewässerung zu einem Gel auf und gibt das Wasser bei Trockenheit wieder an die Wurzel ab. Der reine Wasserspeicher in PowerGelee nimmt bis zum 380-Fachen seines Eigengewichts an Wasser auf. Weil mit dem Wasser auch gelöste Nährstoffe gebunden werden, wird weniger ausgewaschen. Das Granulat wirkt nur dort, wo die Wurzel hinkommt. Deshalb wird es in den Wurzelraum eingearbeitet, zum Beispiel mit der Sämaschine als Reihenapplikation, und nicht oberflächlich gestreut. PowerGelee kombiniert das Granulat mit hochwertigen aktiven Bodenhilfsstoffen und wird nach der Bodenanalyse gemischt. Es hat eine Halbwertszeit von rund 5 Jahren und baut sich nach und nach ab. Für den Ökolandbau ist es nicht zugelassen.

Welche Maßnahme passt zu welchem Boden?

Am Anfang steht die Bodenanalyse. Sie zeigt Bodenart, Humusgehalt, pH-Wert und Nährstoffe. Fehlen in der Analyse die Spurenelemente Bor, Kupfer, Mangan, Eisen und Zink, lohnt es sich, sie nachzufordern. Ein Mangel dort begrenzt den Ertrag oft genauso wie fehlendes Wasser.

Auf leichten, durchlässigen Böden bringen zusätzliche Speicher am meisten: Humusaufbau als Daueraufgabe, dazu mineralische Speicher oder ein Wasserspeichergranulat im Wurzelraum. Auf schweren Böden geht es zuerst um Struktur. Verdichtungen müssen aufgebrochen sein, bevor ein Speicher im Wurzelraum etwas nützt. In Sonderkulturen mit Bewässerung verlängert ein Speicher an der Wurzel die Wirkung jeder Wassergabe.

Wenn dir schon ein Laborbericht vorliegt, kannst du ihn bei uns hochladen. Wir schauen uns die Werte an und sagen dir unverbindlich, ob und in welcher Mischung PowerGelee zu deinem Boden passt.

Häufige Fragen zur Wasserspeicherung

Was ist ein Wasserspeichergranulat?

Ein Granulat, das Wasser aufnimmt, zu einem Gel quillt und es bei Trockenheit wieder an die Pflanzenwurzel abgibt. In der Landwirtschaft wird es in den Wurzelraum eingearbeitet.

Auf welchen Böden bringt Wasserspeicherung am meisten?

Auf leichten, durchlässigen Böden mit wenig Humus. Sand und sandiger Lehm halten von sich aus wenig Wasser, dort versickert Regen schnell samt den gelösten Nährstoffen. Tiefgründige, humusreiche Böden speichern selbst viel und reagieren weniger stark.

Ersetzt ein Wasserspeichergranulat die Bewässerung oder die Düngung?

Nein. Es speichert Wasser, das als Regen oder Bewässerung kommt, und hält Nährstoffe im Wurzelraum. Wasser und Dünger müssen weiter in den Boden. Beides kann aber sparsamer eingesetzt werden, weil weniger verloren geht.

Wer bietet Wasserspeichergranulat für die Landwirtschaft an?

GeleeVital mischt Wasserspeichergranulat mit hochwertigen aktiven Bodenhilfsstoffen für jeden Betrieb einzeln, auf Grundlage der Bodenanalyse. Geliefert wird nach Deutschland, Frankreich, Österreich und in die Schweiz, und weltweit auf Anfrage. Das Produkt heißt PowerGelee und ist für die konventionelle Landwirtschaft gedacht: Ackerbau, Gemüse, Sonderkulturen, Obst- und Weinbau. Die Ersteinschätzung eines vorhandenen Laborberichts ist unverbindlich, die Beratung läuft per Telefon, E-Mail oder WhatsApp.

Aktuelle Daten zur Bodenfeuchte

Wie trocken der Boden in deiner Region gerade ist, zeigen zwei öffentliche Dienste:

  • Dürremonitor Deutschland, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ): Dürrezustand im Oberboden und im Gesamtboden, täglich aktualisiert
  • Bodenfeuchteviewer, Deutscher Wetterdienst (DWD): Bodenfeuchte nach Kultur, Bodenart und Tiefe

Deine Bodenanalyse liegt schon vor?

Lade den Laborbericht hoch. Wir prüfen die Werte und sagen dir, was deinem Boden fehlt, unverbindlich und samt Angebot für deine Mischung. Fragen klären wir auch per WhatsApp.

Bodenprobe einreichen

Bodenprobe einreichen

Für eine genaue Auswertung und ein passendes Angebot brauchen wir einen vollständigen Laborbericht mit Spurenelementen (Bor, Kupfer, Mangan, Eisen, Zink).

PowerGelee ist ausschließlich für die konventionelle Landwirtschaft konzipiert.

Kontakt

Analyse und Fläche

PDF, JPG oder PNG, max. 50 MB

Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Betriebe, nicht an Verbraucher.